Ukrainische Stimmen und Perspektiven bei fluctoplasma 2025 

Vom 23. bis 26. Oktober 2025 lädt Hamburgs Festival für Kunst, Diskurs und Diversität, fluctoplasma, erneut zu vier Tagen voller Inspiration, Debatten und kultureller Begegnungen ein. Unter dem Motto visions beyond the west“ präsentiert das Festival vielfältige Perspektiven auf Kultur, Demokratie und Solidarität, darunter auch zwei besondere Veranstaltungen des Ukrainischen Instituts in Deutschland. 

Foto: Maria Svidryk 

Die Veranstaltungen bieten die  Gelegenheit, ukrainische Kultur, Gegenwartsdramatik und kritische Perspektiven im deutschsprachigen Raum zu erleben, eingebettet in die offene, diverse Atmosphäre von fluctoplasma:  

 

Panel „Dekolonisierung“ – Historische Perspektiven und künstlerische Praxis 

Bereits am Freitag, den 24. Oktober um 17:00 Uhr, wird die Frage nach Dekolonisierung im Kontext der Ukraine beleuchtet. Prof. Dr. Annette Werberger und Maksym Eristavi sprechen über historische koloniale Strukturen und Machtverhältnisse, von imperialer Fremdherrschaft über sowjetische Einflussnahme bis hin zu aktuellen geopolitischen Dynamiken. Unter der Moderation von Dr. Kateryna Rietz-Rakul wird außerdem diskutiert, wie künstlerische Praxis dazu beitragen kann, koloniale Kontinuitäten sichtbar zu machen, verdrängte Geschichten zu erzählen und marginalisierte Stimmen hörbar zu machen. 

Die Tickets können unter diesem Link erworben werden.

„Ukrainische Horizonte“ (Lesung & Gespräch) 

Am Samstag, den 25. Oktober um 17:30 Uhr, lädt das Ukrainische Institut in Deutschland zur szenischen Lesung „Ukrainische Horizonte“ in der Zentralbibliothek Hamburg ein. Anlass ist die Veröffentlichung der gleichnamigen Publikation, die gegenwärtige Dramatik aus der Ukraine beleuchtet. Schauspieler:innen Katya Molchanova und Sebastian Anton präsentieren Auszüge aus der Sammlung „Kein Kirschgarten“, deren Texte aus dem Frühjahr 2022 stammen und jeweils einen Baum thematisieren, zugleich ein Code für russische Waffensysteme. 

Im Anschluss an die Lesung diskutieren die deutsche Übersetzerin Lydia Nagel und die ukrainische Autorin Luda Tymoschenko über Entstehung, Übersetzung und Inszenierung der Texte. Welche Perspektiven zeichnen die Autor:innen aus und wie hat sich ihre künstlerische Arbeit seit Beginn der umfassenden russischen Invasion verändert? Diese Fragen stehen im Zentrum des Gesprächs. 

Die Tickets können unter diesem Link erworben werden.

Beide Veranstaltungen werden durch das Ukrainische Institut und das Ukrainische Institut in Deutschland organisiert und mit Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert.