Salonreihe „Après Arbeit. Meet, Greet and Talk Ukraine“
Das Ukrainische Institut in Deutschland startet eine neue Veranstaltungsreihe im Salonformat „Après Arbeit. Meet, Greet and Talk Ukraine“. Die Abende laden zu Gesprächen und Austausch in entspannter Atmosphäre ein und bringen unterschiedliche Perspektiven aus der ukrainischen Kunstszene zusammen. Die Veranstaltungen finden im Laufe des Jahres 2026 an verschiedenen Orten und mit wechselnden Gästen statt.
Geschriebenes & Proklamiertes: Après Arbeit #3 mit Serhij Zhadan & Katja Petrowskaja
Wann:
25. Juni 2026, 19:30 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)
Wo:
Literarisches Colloquium Berlin e. V., Am Sandwerder 4, 14109 Berlin
Eintritt
Frei, ohne Anmeldung
Sprache
Deutsch
Zum Thema des Salonabends
Am 25. Juni 2026 sprechen die Schriftsteller Serhij Zhadan und Katja Petrowskaja gemeinsam mit den Übersetzerinnen Claudia Dathe und Irina Bondas über Autor der ukrainischen Moderne. Im Mittelpunkt stehen der Futurist Mychajlo Semenko (1892–1937), der neue literarische Formen in der ukrainischen Literatur prägte, sowie eine literarische Reise durch die Ukraine des frühen 20. Jahrhunderts, die die Vielfalt ukrainischer Erzählungen zwischen Dörfern, Städten und gesellschaftlichen Umbrüchen sichtbar macht.
Einführung: Dr. Kateryna Rietz-Rakul, Direktorin des Ukrainischen Instituts in Deutschland
Moderation: Natascha Freundel, Redakteurin und Kritikerin
Zu den Sprecher:innen
Serhij Zhadan ist einer der bekanntesten ukrainischen Gegenwartsautor:innen, außerdem Musiker, Übersetzer und gesellschaftlicher Aktivist. Er veröffentlichte zwölf Gedichtbände und sieben Romane und wurde mit mehr als einem Dutzend Literaturpreisen ausgezeichnet.
Katja Petrowskaja ist eine ukrainisch-deutsche Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und Journalistin, die seit 1999 in Deutschland lebt. Sie ist Autorin des Buches „Vielleicht Esther“ und erhielt 2013 den Ingeborg-Bachmann-Preis.
Claudia Dathe ist eine deutsche Übersetzerin, die zahlreiche Werke aus dem Ukrainischen ins Deutsche übertragen hat, darunter viele Texte von Serhij Zhadan. 2021 war sie die erste Trägerin des Drahomán-Preises, der 2020 vom Ukrainischen Institut, PEN Ukraine und dem Ukrainischen Buchinstitut ins Leben gerufen wurde. 2022 erhielt sie außerdem das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.
Irina Bondas ist eine in Kyjiw geborene Konferenzdolmetscherin, Übersetzerin und Moderatorin mit Sitz in Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kultur, Geisteswissenschaften, Kulturvermittlung sowie Politik und Soziales. Zudem ist sie als Lehrkraft und Workshopleiterin tätig und forscht seit 2011 zum Thema Übersetzung, insbesondere zum Theaterdolmetschen.
Fotos: Ksenia Yanko
Theater & Treffen: Après Arbeit #2 mit Tamara Trunova & Thomas Irmer
Wann:
2. Mai 2026, 18:30 Uhr
Wo:
Serpen Gallery, (Auguststraße 83, 10117 Berlin)
Eintritt
Sprache
Englisch
Zum Thema des Salonabends
Im Rahmen der zweiten Ausgabe unserer Salonreihe sprechen am 2. Mai 2026 die Theaterregisseurin Tamara Trunova, Chefregisseurin des Left Bank Theatre in Kyjiw, und Dr. Thomas Irmer, Chefredakteur der Theater der Zeit, über deutsch-ukrainische Netzwerke in der Theaterarbeit, aktuelle Entwicklungen der ukrainischen Theaterszene und über die Herausforderungen, im Ausland eine eigene künstlerische Handschrift zu entwickeln.
Zu den Sprecher:innen
Tamara Trunova ist Dramaturgin, Theaterregisseurin und Autorin. In ihrem künstlerischen Werk hat sie mehr als 30 Inszenierungen in der Ukraine und international realisiert. Seit 2011 arbeitet sie am Kyjiwer Akademischen Theater für Drama und Komödie am linken Dnipro-Ufer, dessen Chefregisseurin sie seit April 2019 ist.
Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem renommierten Taras-Schewtschenko-Nationalpreis der Ukraine (2022) für die Inszenierung Bad Roads. Weitere Auszeichnungen umfassen u. a. den Kyiv Pectoral Award, den GRA Theatre Award sowie den Les-Kurbas-Preis. Ihre Inszenierung Bad Roads wurde zudem beim Festival Radikal Jung in München (2023) mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Trunova war außerdem Jurymitglied bei nationalen und internationalen Theaterfestivals, darunter beim Edinburgh Fringe Festival.
Dr. Thomas Irmer ist Theaterwissenschaftler, Dramaturg und Publizist. Bis 1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Amerikanistik der Universität Leipzig, danach Chefredakteur von Theater der Zeit bis 2003, anschließend Dramaturg der spielzeit europa bei den Berliner Festspielen bis 2006. Seit 2015 Autor und Herausgeber bei Theater der Zeit, u.a. Castorf (2016) und Luk Perceval (2019).
Salonauftakt mit Jewhenija Kusnezowa
Wann:
21. März 2026, 18:00 Uhr
Wo:
Serpen Gallery, (Auguststraße 83, 10117 Berlin)
Eintritt
mit Anmeldung*
Sprache
Englisch
Zum Thema des Salonabends
Der erste Salonabend widmet sich im Gespräch mit der ukrainischen Autorin Jewhenija Kusnezowa der Frage, was Essen über Gewohnheiten, Selbstverständnis und die Geschichte von Ukrainer:innen erzählen kann. Ihr Buch „Cooking in Sorrow. A Manual for Interacting with Ukrainians and Food“ bildet dabei den Ausgangspunkt für ein Gespräch über Esskultur, Identität und Leben in der Ukraine.
Im Mittelpunkt stehen Kuznetsovas feinsinnige Beobachtungen zu kulinarischen Gewohnheiten und zur Lebensweise in der Ukraine. Moderiert wird der Abend von der Direktorin des Ukrainischen Instituts in Deutschland, Dr. Kateryna Rietz-Rakul.
Zur Autorin/Speakerin
Jewhenija Kusnezowa ist eine ukrainische Autorin, Übersetzerin und Forscherin. Sie wuchs in Khomutyntsi auf, studierte in Kyjiw und promovierte in Spanien in Literaturwissenschaft. Zu ihren Romanen zählen ihr Debüt „Ask Miechka“ (2022), „The Ladder“ (2023) und „Whole Sheep“ (2024). In ihrem neuen Buch „Cooking in Sorrow. A Manual for Interacting with Ukrainians and Food“ eröffnet sie einen feinsinnigen, humorvollen Zugang zur ukrainischen Kultur über ihr Essen. Das Buch nähert sich in dreißig „Rezepten“ verschiedenen Facetten ukrainischer Ess- und Alltagskultur an und ist von dreißig ukrainischen Künstler:innen illustriert.
Fotos: Ksenia Yanko
*Bitte beachten Sie, dass die Zahl der Plätze begrenzt ist. Die Anmeldung erfolgt nach dem Prinzip „first come, first served“. Sobald die maximale Zahl an Anmeldungen erreicht ist, werden weitere Interessierte auf eine Warteliste gesetzt.
Partners
Die Veranstaltungsreihe wird vom Ukrainischen Institut in Deutschland organisiert und vom Auswärtigen Amt unterstützt.

