Salonreihe „Après Arbeit. Meet, Greet and Talk Ukraine“

Das Ukrainische Institut in Deutschland startet eine neue Veranstaltungsreihe im Salonformat „Après Arbeit. Meet, Greet and Talk Ukraine“. Die Abende laden zu Gesprächen und Austausch in entspannter Atmosphäre ein und bringen unterschiedliche Perspektiven aus der ukrainischen Kunstszene zusammen. Die Veranstaltungen finden im Laufe des Jahres 2026 an verschiedenen Orten und mit wechselnden Gästen statt.

Après Arbeit x Ukraine Known Unknown: Beyond Her Lens. Filmvorführung und Gespräch über Sofia Yablonska

Wann:

16. Oktober, 18:00 Uhr

Wo:

Sputnik Kinobar, Hasenheide 54, 10967 Berlin

Eintritt

kostenlos mit Anmeldung

Sprache

Englisch

Zum Thema des Salonabends

Der vierte Salonabend ist dem Werk von Sofia Yablonska, einer ukrainischen Schriftstellerin, Fotografin und Reisenden, gewidmet. 

In den 1930er-Jahren reiste Yablonska durch Afrika, Südostasien, Ozeanien, Französisch-Polynesien, Neuseeland und Australien und dokumentierte ihre Reisen fotografisch und filmisch. Ihr Archiv umfasst eine kleine, aber bemerkenswerte Sammlung: mehr als 2.000 Negative und bis zu vier Stunden filmisches Material. 

Im Laufe des Abends zeigt Veronika Homeniuk seltene Ausschnitte aus Yablonskas Filmen und spricht über die Themen und Motive, die sie auf ihren Reisen festhielt. Außerdem erzählt sie von der Geschichte der Filme selbst: davon, wie sie erhalten blieben, die Zeit überdauerten und schließlich bis in die Gegenwart gelangten. 

Moderiert wird das Gespräch von Dr. Kateryna Rietz-Rakul, Direktorin des Ukrainischen Instituts in Deutschland. 

Bei der Veranstaltung wird es außerdem einen Stand geben, an dem Bücher von Sofia Yablonska und weitere Artikel erhältlich sind. 

Zu der Sprecherin

Veronika Homeniuk ist Leiterin der Sofia Yablonska Foundation, die sich der Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des Erbes von Sofia Yablonska widmet. Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sie sich mit Yablonskas Leben, Werk und ihrem vielschichtigen kulturellen Erbe. 

Über die Veranstalter

„Après Arbeit. Meet, Greet and Talk Ukraine“ ist eine Veranstaltungsreihe des Ukrainischen Instituts in Deutschland, die vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt wird. 

Der vierte Salonabend wird gemeinsam mit „Ukraine Known Unknown“, einem Projekt des Ukrainian Film Festival Berlin (UFFB), und der Sofia Yablonska Foundation veranstaltet. 

Das Projekt „Ukraine Known Unknown“ widmet sich bedeutenden, bislang jedoch weniger bekannten Persönlichkeiten der ukrainischen Kultur und Kunst. Infolge russischer Kolonialpolitik, Repression und kultureller Expansion wurden einige dieser Namen verboten, verdrängt oder gerieten in Vergessenheit. Mit dem Projekt möchte das Ukrainian Film Festival Berlin diese Künstler:innen wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken und ihren Werken eine Plattform bieten, über die sie ein breiteres Publikum erreichen können. 

Vom 14. bis 18. Oktober 2026 präsentiert das 7. Ukrainian Film Festival Berlin (UFFB) aktuelle Filme aus der Ukraine. Das diesjährige Festival steht unter dem Motto „Emergency Spaces“. 

Neben dem Hauptprogramm gibt es thematisch kuratierte Filmreihen und Programme zur Region Donezk sowie zum Jahrestag von Babyn Jar. Gezeigt werden außerdem Retrospektiven ukrainischer Filme und Animationen aus den 1990er-Jahren sowie ein Kurzfilmwettbewerb. 

Das vollständige Festivalprogramm und Tickets finden Sie auf der Website des UFFB. 

Geschriebenes & Proklamiertes: Après Arbeit #3 mit Serhij Zhadan & Katja Petrowskaja

Wann:

25. Juni 2026, 19:30 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)

Wo:

Literarisches Colloquium Berlin e. V., Am Sandwerder 4, 14109 Berlin 

Eintritt

Frei, ohne Anmeldung

Sprache

Deutsch

Zum Thema des Salonabends

Am 25. Juni 2026 sprechen die Schriftsteller Serhij Zhadan und Katja Petrowskaja gemeinsam mit den Übersetzerinnen Claudia Dathe und Irina Bondas über Autor der ukrainischen Moderne. Im Mittelpunkt stehen der Futurist Mychajlo Semenko (1892–1937), der neue literarische Formen in der ukrainischen Literatur prägte, sowie eine literarische Reise durch die Ukraine des frühen 20. Jahrhunderts, die die Vielfalt ukrainischer Erzählungen zwischen Dörfern, Städten und gesellschaftlichen Umbrüchen sichtbar macht.

Einführung: Dr. Kateryna Rietz-Rakul, Direktorin des Ukrainischen Instituts in Deutschland 
Moderation: Natascha Freundel, Redakteurin und Kritikerin 

Zu den Sprecher:innen

Serhij Zhadan ist einer der bekanntesten ukrainischen Gegenwartsautor:innen, außerdem Musiker, Übersetzer und gesellschaftlicher Aktivist. Er veröffentlichte zwölf Gedichtbände und sieben Romane und wurde mit mehr als einem Dutzend Literaturpreisen ausgezeichnet.

Katja Petrowskaja ist eine ukrainisch-deutsche Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und Journalistin, die seit 1999 in Deutschland lebt. Sie ist Autorin des Buches „Vielleicht Esther“ und erhielt 2013 den Ingeborg-Bachmann-Preis.

Claudia Dathe ist eine deutsche Übersetzerin, die zahlreiche Werke aus dem Ukrainischen ins Deutsche übertragen hat, darunter viele Texte von Serhij Zhadan. 2021 war sie die erste Trägerin des Drahomán-Preises, der 2020 vom Ukrainischen Institut, PEN Ukraine und dem Ukrainischen Buchinstitut ins Leben gerufen wurde. 2022 erhielt sie außerdem das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Irina Bondas ist eine in Kyjiw geborene Konferenzdolmetscherin, Übersetzerin und Moderatorin mit Sitz in Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kultur, Geisteswissenschaften, Kulturvermittlung sowie Politik und Soziales. Zudem ist sie als Lehrkraft und Workshopleiterin tätig und forscht seit 2011 zum Thema Übersetzung, insbesondere zum Theaterdolmetschen.

Fotos: Ksenia Yanko

Theater & Treffen: Après Arbeit #2 mit Tamara Trunova & Thomas Irmer

Wann:

2. Mai 2026, 18:30 Uhr

Wo:

Serpen Gallery, (Auguststraße 83, 10117 Berlin)

Eintritt

Sprache

Englisch

Zum Thema des Salonabends

Im Rahmen der zweiten Ausgabe unserer Salonreihe sprechen am 2. Mai 2026 die Theaterregisseurin Tamara Trunova, Chefregisseurin des Left Bank Theatre in Kyjiw, und Dr. Thomas Irmer, Chefredakteur der Theater der Zeit, über deutsch-ukrainische Netzwerke in der Theaterarbeit, aktuelle Entwicklungen der ukrainischen Theaterszene und über die Herausforderungen, im Ausland eine eigene künstlerische Handschrift zu entwickeln.

Zu den Sprecher:innen

Tamara Trunova ist Dramaturgin, Theaterregisseurin und Autorin. In ihrem künstlerischen Werk hat sie mehr als 30 Inszenierungen in der Ukraine und international realisiert. Seit 2011 arbeitet sie am Kyjiwer Akademischen Theater für Drama und Komödie am linken Dnipro-Ufer, dessen Chefregisseurin sie seit April 2019 ist.

Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem renommierten Taras-Schewtschenko-Nationalpreis der Ukraine (2022) für die Inszenierung Bad Roads. Weitere Auszeichnungen umfassen u. a. den Kyiv Pectoral Award, den GRA Theatre Award sowie den Les-Kurbas-Preis. Ihre Inszenierung Bad Roads wurde zudem beim Festival Radikal Jung in München (2023) mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Trunova war außerdem Jurymitglied bei nationalen und internationalen Theaterfestivals, darunter beim Edinburgh Fringe Festival.

Dr. Thomas Irmer ist Theaterwissenschaftler, Dramaturg und Publizist. Bis 1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Amerikanistik der Universität Leipzig, danach Chefredakteur von Theater der Zeit bis 2003, anschließend Dramaturg der spielzeit europa bei den Berliner Festspielen bis 2006. Seit 2015 Autor und Herausgeber bei Theater der Zeit, u.a. Castorf (2016) und Luk Perceval (2019).

Salonauftakt mit Jewhenija Kusnezowa

Wann:

21. März 2026, 18:00 Uhr

Wo:

Serpen Gallery, (Auguststraße 83, 10117 Berlin)

Eintritt

mit Anmeldung*

Sprache

Englisch

Zum Thema des Salonabends

Der erste Salonabend widmet sich im Gespräch mit der ukrainischen Autorin Jewhenija Kusnezowa der Frage, was Essen über Gewohnheiten, Selbstverständnis und die Geschichte von Ukrainer:innen erzählen kann. Ihr Buch „Cooking in Sorrow. A Manual for Interacting with Ukrainians and Food“ bildet dabei den Ausgangspunkt für ein Gespräch über Esskultur, Identität und Leben in der Ukraine.

Im Mittelpunkt stehen Kuznetsovas feinsinnige Beobachtungen zu kulinarischen Gewohnheiten und zur Lebensweise in der Ukraine. Moderiert wird der Abend von der Direktorin des Ukrainischen Instituts in Deutschland, Dr. Kateryna Rietz-Rakul.

Zur Autorin/Speakerin

Jewhenija Kusnezowa ist eine ukrainische Autorin, Übersetzerin und Forscherin. Sie wuchs in Khomutyntsi auf, studierte in Kyjiw und promovierte in Spanien in Literaturwissenschaft. Zu ihren Romanen zählen ihr Debüt „Ask Miechka“ (2022), „The Ladder“ (2023) und „Whole Sheep“ (2024). In ihrem neuen Buch „Cooking in Sorrow. A Manual for Interacting with Ukrainians and Food“ eröffnet sie einen feinsinnigen, humorvollen Zugang zur ukrainischen Kultur über ihr Essen. Das Buch nähert sich in dreißig „Rezepten“ verschiedenen Facetten ukrainischer Ess- und Alltagskultur an und ist von dreißig ukrainischen Künstler:innen illustriert.  

Fotos: Ksenia Yanko
*Bitte beachten Sie, dass die Zahl der Plätze begrenzt ist. Die Anmeldung erfolgt nach dem Prinzip „first come, first served“. Sobald die maximale Zahl an Anmeldungen erreicht ist, werden weitere Interessierte auf eine Warteliste gesetzt. 

Partners

Die Veranstaltungsreihe wird vom Ukrainischen Institut in Deutschland organisiert und vom Auswärtigen Amt unterstützt.