Lesung der Gedichte von Volodymyr Vakulenko in Berlin
Am 8. April findet in Berlin eine Lesung mit Gedichten des ukrainischen Dichters Volodymyr Vakulenko in deutscher Übersetzung von Beatrix Kersten statt. Im Anschluss folgt ein Gespräch über sein Leben und Werk.
Foto: PEN Ukraine
Gelesen wird aus Vakulenkos Gedichten und seinem Kriegstagebuch, die kürzlich unter dem Titel „Ich verwandle mich“ (mauke, 2024) in deutscher Übersetzung von Beatrix Kersten erschienen sind. Beatrix Kersten trägt ausgewählte Texte vor. Anschließend spricht die Projektleiterin des Ukrainischen Instituts in Deutschland, Vitalina Buran, mit ihr über Leben, Werk und Vermächtnis des Autors.
Volodymyr Vakulenko (geb. 1972 in Kapytoliwka) war Autor von 13 Büchern, darunter auch preisgekrönte Kinderbücher. Seine Lyrik ist tief in das kollektive Gedächtnis der ukrainischen Gesellschaft eingeschrieben. Er engagierte sich während des Euromaidans und unterstützte nach der Besatzung der Krim als Freiwilliger die ukrainischen Truppen im Osten der Ukraine.
Im Jahr 2022 wurde Vakulenko von den russischen Besatzungstruppen entführt und ermordet. Er wurde Monate später in einem Massengrab im Wald von Isjum entdeckt und durch eine DNA-Analyse identifiziert. Kurz vor seiner Ermordung verfasste er ein handschriftliches Tagebuch, das er unter einem Kirschbaum in seinem Garten vergrub. Seine letzten Worte an den Vater: „Wenn die unseren kommen – dann übergib es ihnen.“
Das Tagebuch wurde später von der ukrainischen Schriftstellerin Viktoria Amelina gefunden, die selbst im Juli 2023 bei einem russischen Raketenangriff getötet wurde.
Das Buch „Ich verwandle mich“ vereint eine große Auswahl an Gedichten Vakulenkos mit dem bewegenden Dokument seiner letzten Tage – ein literarisches und menschliches Zeugnis von großer Kraft und Bedeutung.
Wann: 8. April, 19.30 Uhr
Wo: Haus für Poesie, Kulturbrauerei, Knaackstr. 97, 10435 Berlin
Eintritt: 8 € / ermäßigt 5
Eine gemeinsame Veranstaltung des Ukrainischen Instituts in Deutschland und des Hauses für Poesie.

